Conzärtli

Als wir jüngst in Regensburg waren

1. Als wir jüngst in Regensburg waren, sind wir über den Strudel gefah-ren; da waren viele Holden, die mitfahren wollten. /:Schwäbische. bayrische Dirndel, juheirassasa! muss der Schiffsmann fahren.:/

2. Und ein Mädel von zwölf Jahren ist mit über den Strudel gefahren; weil sie noch nicht lieben kunnt, fuhr sie sicher über Strudels Grund. /:Schwäbische, bayrische Dirndel, juheirassasa! muss der Schiffsmann fahren.:/

3. Und vom hohen Bergesschlosse kam auf stolzem schwarzen Rosse adlig Fräulein Kunigund, wollt mitfahrn übers Strudels Grund. /:Schwäbische, bayrische Dirndel, juheirassasa! muss der Schiffs-mann fahren.:/

4. «Schiffsmann,l ieber Schiffsmann mein, sollts denn so gefährlich sein? Schiffsmann, sags mir ehrlich, ists denn so gefährlich?» /:Schwäbische, bayrische Dirndel, juheirassasa! muss der Schiffs-mann fahren.:/

5. «Wem der Myrtenkranz geblieben, landet froh und sicher drüben; wer ihn hat verloren, ist dem Tod erkoren.» /:Schwäbische, bayrische Dirn-del, juheirassasa! muss der Schiffsmann fahren.:/

6. Als sie auf die Mitt gekommen, kam ein grosser Nix geschwommen, nahm das Fräulein Kunigund, fuhr mit ihr in des Strudels Grund. /:Schwäbische, bayrische Dirndel, juheirassasa! muss der Schiffsmann fahren.:/

Beresinalied

 

1. Unser Leben gleicht der Reise eines Wandrers in der Nacht; jeder hat in seinem Gleise etwas, das ihm Kummer macht.

2. Aber unerwartet schwindet vor uns Nacht und Dunkelheit, und der Schwergedrückte findet Linderung in seinem Leid.

3. Brüder lasst uns weitergehen; weichet nicht verzagt zurück! Hinter jenen fernen Höhen wartet unser noch ein Glück.

4. Mutig, mutig, liebe Brüder, gebt das bange Sorgen auf; morgen geht die Sonne wieder freundlich an dem Himmel auf.

Burschen heraus

1. Burschen heraus! Lasst es schallen von Haus zu Haus! Wenn der Lerche Silberschlag grüsst des Maien ersten Tag, dann heraus und fragt nicht viel, Frisch mit Lied und Lautenspiel! Burschen heraus!

2. Burschen heraus! Lasst es schallen von Haus zu Haus! Ruft um Hilf die Poesei Gegen Zopf und Philisterei, dann heraus bei Tag und Nacht, bis sie wieder freigemacht! Burschen heraus!

3. Burschen heraus! Lasst es schallen von Haus zu Haus! Wenn es gilt fürs Vaterland, treu die Klingen dann zur Hand, und heraus mit mutgem Sang, wäre es auch zum letzten Gang! Burschen heraus!

Conzärtlicantus

1. Wenn d'Fasnachtszyt uf Basel kunnt, wenn d'Gligge Schnitzelbänggli schinde, und's jede scho sim Näggschde gunnt, dass si em aini ynezinde: No kunnt's Conzärtli au an d'Raie zwai Wuche vor der Zibelewaie.

Refr.: Was isch im ledschde Johr bassiert? Wo het sich nanime-n-ain blamiert? 's wird kritisiert, 's wird parodiert, 's wird uf der Bini ummegfiehrt, Das isch Fagunzebruch.

2. Ob arm, ob rych, ob Gent, ob Knot, Haig Gold är oder Liebeskummer, sgy Doggder, sag Regierigsrot, äss Grut mit Ripple oder Hummer: Duet är sich nahmen iberlupfe, so wurde mir en hitte rupfe.

3. Und schbil er Tennis, hau er Gool, dieg Rundschau oder Vorwärts läse, und dringg er Wardegg oder Döle, fahr numme Velo oder Schäse: Und syg erfyn wie ne Mimose, mir dien uf ais jo numme lose.

4. Reschbäggdvoll simmer nit, 's isch wohr, doch gschiht's jo nit mit bee-sem Wille. Ihr hänn Verschtändnis und Humor und drage kai so scharfi Brille; ihr lache hit vor alle Dinge und lehn is schbile, lehn is singe.

Crambambuli

1. Crambambuli, das ist der Titel des Tranks, der sich bei uns bewährt; er ist ein ganz probates Mittel, wenn uns was Böses widerfährt. /:Des Abends spät, des Morgens früh trink ich mein Glas Crambambuli, Crambimbambambuli, Crambambuli!:/

 

Das war der Graf von Rüdesheim

1. Das war der Graf von Rüdesheim, mit Gütern reich beglückt, der hat des Winzers holder Maid zu tief ins Aug geblickt. Doch als er ihr die Lieb gestand, lacht sie ihm ins Gesicht; der Graf ritt tief gekränkt nach Haus und mied des Tages Licht. Und er sass und vergass in seiner Burg am Rhein seinen Schmerz, denn das Herz tröstet Rüdesheimer Wein.

2. Wohl sieben Jahre sass er so geschieden von der Welt und gab für Rü-desheimerWein hin all sein Gut und Geld, wohl vierzig Güter gab er hin für edles Rebenblut, und als das letzte Jahr verging, ging auch das letzte Gut. Also sass und vergass er in der Burg am Rhein seinen Schmerz, denn das Herz tröstet Rüdesheimer Wein.

4. Und die euch dieses Lied erdacht, die waren selber dort, zu Fuss kam man den Berg herab, die Gelder waren fort. Man haderte mit dem Ge-schick und härmte sich gar sehr, da hörte man vom edlen Graf die wundersame Mär. Und man sass und vergass vor seiner Burg am Rhein allen Schmerz, denn das Herz tröstet Rüdesheimer Wein.

Der Ichtyosaurus

1. Es rauscht in den Schachtelhalmen, verdächtig leuchtet das Meer, /:da schwimmt mit Tränen im Äuge ein Ichthyosaurus daher.:/

2. Ihn jammert der Zeiten Verderbnis, denn ein sehr bedenklicher Ton /: was neuerlich eingerissen in der Liasformation

8. Und der uns hat gesungen dies petrefactische Lied, /:derfands als fos-siles Albumblatt auf einem Koprolith.:/

Gaudeamus Igitur

 

1. /:Gaudeamus igitur, iuvenes dum sumus.:/ Post iucundam iuventutem, post molestam senectutem /:nos habebit humus!:/

2. /:Ubi sunt qui ante nos in mundo fuere?:/ Vadite ad superos, transite ad inferos, /:ubi iam fuere.:/

3. /:Vita nostra brevis est, brevi finietur,:/ venit mors velociter, rapit nos atrociter, /:nemini parcetur.:/

4. /:Vivat academia, vivant professores,:/ vivat membrum quodlibet, vivant membra quaelibet, /:semper sint in flore!:/

5. /:Vivant omnes virgines, faciles, formosae!:/ Vivant et mulieres, tenerae, amabiles, /:bonae, laboriosae!:/

6. /:Vivat et res publica et equi illam regit,:/ vivat nostra civitas, maeceatum caritas, /:queer nos hic protegiert!:/

7. /:Pereattristitia, pereant osores!:/ Pereat diabolus, quivis antiburschius, /:atque irrisores!:/

 

Heisst ein Haus zum Schweizer Degen

 

1. Heisst ein Haus zum Schweizerdegen, lustig muss die Herberg sein; denn die Trommel spricht den Segen und der Wirt schenkt Roten ein! /:Kommend ie Gäste, schön Wirtin, sie lacht, sie hat schon manchen zu Bette gebracht!:/

2. Ist kein Volk fast allerwegen, was da nicht schon eingekehrt, und der Wirt zum Schweizerdegen hat den Eintritt nie verwehrt, /:hat dann die blutige Zeche gemacht, dass die Frau Wirtin vor Freude gelacht.:/

3. Dreiundzwanzig Schilde blitzen von dem Giebel weit zu Tal; Zeug- und Bannerherren sitzen harrend in dem hohen Saal, /:lauschend, bis jauchzend die Mutter sie ruft, und von den Schilden erklinget die Luft.:/

4. All, die Wehr und Waffen pflegen, stehen auf von Tal zu Tal. Hört, es klingt der Schweizerdegen, hört, es singt der alte Stahl! /:Tut ihm genug und erprobt ihn vereint! Besser, das Mütterchen lacht, als es

5. Wo in Ländern, schön gelegen, und in altgetürmter Stadt Schweizer-herz und Schweizerdegen die gemeine Herrschaft hat, /:da ist die Mutter, so hold und so fein! Lacht sie, so wird's Frau Helvetia sein!:/

Hier sind wir versammelt

1. Hier sind wir versammelt zu löblichem Tun, drum Brüderchen, ergo bibamus! Die Gläser, sie klingen, Gespräche, sie ruhn; beherziget: ergo bibamus! Das heisst noch ein altes, ein tüchtiges Wort und passet zum ersten und passet so fort und schallet ein Echo, vom festlichen Ort, /:ein herrliches Ergo bibamus!:/

2. Ich hatte mein freundliches Liebchen gesehn, da dacht ich mir: ergo bibamus! Und nahte mich freundlich — da liess sie mich stehn; ich half mir und dachte: bibamus! Und wenn sie versöhnet euch herzet und küsst, und wenn ihr das Herzen und Küssen vermisst, so bleibet nur, bis ihr was Besseres wisst, /:beim tröstlichen Ergo bibamus!:/

4. Was sollen wir sagen vom heutigen Tag? Ich dächte nur, ergo bibamus! Er ist nun einmal von besonderem Schlag, drum immer aufs neue: bibamus! Er führet die Freunde durchs offene Tor, es glänzen die Wolken, es teilt sich der Flor, da leuchtet ein Bildchen, ein göttliches, vor, /:wir klingen und singen: bibamus!:/

Im Krug zum grünen Kranze

1. Im Krug zum grünen Kranze, da kehrt ich durstig ein, /:da sass ein Wandrer drinnen am Tisch beim kühlen Wein.:/

2. Ein Glas ward eingegossen, das wurde nimmer leer; /:sein Haupt ruht auf dem Bündel, als wärs ihm viel zu schwer.:/

3. Ich tät mich zu ihm setzen, ich sah ihm ins Gesicht, /:das schien mir gar befreundet und dennoch kannt ichs nicht.:/

4. Da sah auch mir ins Auge der fremde Wandersmann, /:und füllte mei-nen Becher und sah mich wieder an.:/

5. Hei! Was die Becher klangen, wie brannte Hand in Hand, /:es lebe die Liebste deine, Herzbruder im Vaterland.:/

Im tiefen Keller sitz ich hier

1. Im tiefen Keller sitz ich hier auf einem Fass voll Reben, bin festen Muts und lasse mir vom Allerbesten geben. Der Küper zieht den Heber voll, gehorsam seinem Winke, reicht mir das Glas, ich halts empor und trin-ke, trinke, trinke.

2. Mich plagt der Dämon, Durst genannt, und um ihn zu verscheuchen, nehm ich mein Deckelglas zur Hand und lass mir Rheinwein reichen; die ganze Welt erscheint mir nun in rosenroter Schminke, ich könnte keinem Leides tun, und trinke, trinke, trinke.

3. Allein, mein Durst vermehrt sich nur bei jedem frischen Becher; das ist die leidige Natur der echten Rheinweinzecher. Doch trägt ich mich, wenn ich zuletzt vom Fass zu Boden sinke: Ich habe keine Pflicht verletzt, denn ich trinke, trinke, trinke!

Kurfürst Friedrich von der Pfalz

1. Wütend wälzt sich einst im Bette Kurfürst Friedrich von der Pfalz. Ge-gen alle Etikette brüllte er aus vollem Hals: /:Wie kam gestern ich ins Nest? Bin scheints wieder voll gewest!:/

2. Na, ein wenig schief geladen, grinste drauf der Kammermohr, selbst von Mainz des Bischofs Gnaden kamen mir benebelt vor. /:'s war halt doch ein schönes Fest: Alles wieder voll gewest!:/

3. So, du findest das zum Lachen? Sklavenseele, lache nur, künftig werd ichs anders machen, Hassan, höre meinen Schwur: /:'s letzte Mal, bei Tod und Pest, war es, dass ich voll gewest!:/

4. Will ein christlich Leben führen, ganz mich der Beschauung weihn; um mein Tun zu kontrollieren, trag ichs in ein Tagbuch ein. /:Und ich hoff, dass ihr nicht lest, dass ich wieder voll gewest!:/

5. Als der Kurfürst kam zu sterben, machte er sein Testament, und es fan-den seine Erben auch ein Buch in Pergament. Drinnen stand auf jeder Seit: Seid vernünftig, liebe Leut! /:Dieses geb ich zu Attest: Heute wie-der voll gewest.:/

6. Hieraus mag ein jeder sehen, was ein guter Vorsatz nützt, und wozu auch widerstehen, wenn der volle Becher blitzt? /:Drum stosst an!Probatum est, heute wieder voll gewest!:/

La Blanche



  1. Nous l'avions bâtie, la blanche maison /:où coula notre vie dans sa belle saison.:/
  2. Nous vivions intimes, unis et joyeux; /:mais nous fümes victimes des méchants envieux.:/
  3. Ils vinrent ensemble faner sans pudeur /:l'amitié qui rassemble notre jeunesse en fleur.
  4. Malheur à qui brise ce nord fraternel /:au monde qui méprise ce qui nous Vient du ciel! :/
  5. Sous le flot qui roule, qui roule ici-bas, /:si la maison s'écroule, nous ne chancellerons
  6. Amis, bon courage, bravons leur courroux! /:Dieu bénit notre ouvrage et triomphe avec nous.:/
Nach Süden nun sich lenken

1. Nach Süden nun sich lenken die Vöglein allzumal, viel Wandrer lustig schwenken die Hüt im Morgenstrahl. Das sind die Herrn Studenten, zum Tor hinaus es geht, auf ihrem Instrumente sie blasen/ :zum Valet/Ade in die Länge und die Breite, o Prag, wir ziehn in die Weite: et habet bonam pacem, qui sedet post fornacem! 

3. Nun weht schon durch die Wälder der kalte Boreas. Wir streichen durch die Felder, von Schnee und Regen nass, der Mantel fliegt im Winde, zerrissen sind die Schuh, da blasen wir geschwinde und sin-gen /:noch dazu/: Beatus ille homo, qui sedet in sua domo et sedet post fonacem et habet benahm Pacemaker

O alte Burschenherrlichkeit

1. 0 alte Burschenherrlichkeit, wohin bist du entschwunden? Nie kehrst du wieder, goldne Zeit, so froh und ungebunden! Vergebens spähe ich umher, ich finde deine Spur nicht mehr. /: O herum, herum, herum, o quake mutatio herum,:/

2. Wo sind sie, die vom breiten Stein nicht wankten und nicht wichen, die ohne Moos bei Scherz und Wein den Herrn der Erde glichen? Sie zo-gen mit gesenktem Blick in das Philisterland zurück. /:0 jerum, jerum, jerum, o quae mutatio rerum.:/

5. Drum Freunde, reicht euch die Hand, damit es sich erneure, der alten Freundschaft Heilges Band, das alte Band der Treue! Stosst an und hebt die Gläser hoch, die alten Burschen leben noch, /:noch lebt die alte Treue, auf dass sie sich erneure!:/

Papst und Sultan

1. Der Papst lebt herrlich in der Welt, er lebt von seinem Ablassgeld, /:er trinkt den allerbesten Wein; ich möchte doch der Papst auch sein!:/

2. Doch nein, er ist ein armer Wicht, ein holdes Mädchen küsst ihn nicht, /:er schläft in seinem Bett allein; ich möchte doch der Papst nicht sein!:/

3. Der Sultan lebt in Saus und Braus, er wohnt in einem grossen Haus /:voll wunderschöner Mägdelein; ich möchte doch auch Sultan sein!:/

4. Doch nein, er ist ein armer Mann, er lebt nach seinem Alkoran, /:er trinkt nicht einen Tropfen Wein; ich möchte doch nicht Sultan sein!:/

5. Getrennt wünsch ich mir beider Glück nicht einen einzgen Augenblick, /:doch das ging ich mit Freuden ein: Bald Papst, bald Sultan möcht ich sein!:/

6. Drum Mädchen, gib mir einen Kuss, denn jetzt bin ich der Sultanus; /:drum traute Brüder schenkt mir ein, damit ich auch der Papst kann sein!:/

Rosa hymine

1. Rosa hymine gaudebat in vagina parvula. Eum autem plus amabat, plus quam innocentiam.


Refr.: Rosa, Rosa, parva Rosa, Rosa sine hymine! Hymen semel perforate numquam reparabile.

2. Venit autem pulcher Hänschen hic conductor virginum et ab eo priva-batur hymine per coitum.

5. Quae, vos virgines, vos docet ista pia fabula: Hymen nemini praebete nisi quam in copula.

Rufst du, mein Vaterland

 

1. Rufst du, mein Vaterland, sieh uns mit Herz und Hand all dir geweiht. Heil dir, Helvetia! Hast noch der Söhne ja, wie sie Sankt Jakob sah, freudvoll zum Streit!

2. Da, wo der Alpenkreis dich nicht zu schützen weiss, wall dir von Gott—stehn wir den Felsen gleich, nie vor Gefahren bleich, froh noch im Todesstreich, Schmerz uns ein Spott.

3. Nährst uns so mild und treu, hegst uns so stark und frei, du Hochland-brust! Sei denn im Feld der Not, wenn dir Verderben droht, Blut uns ein Morgenrot, Tagwerk der Lust!

4. Frei und auf ewig frei, sei unser Feldgeschrei, hall unser Herz! Frei lebt, wer sterben kann, frei, wer die Heldenbahn steigt als ein Tell hinan, nie hinterwärts!

5. Doch, wo der Friede lacht, nach der empörten Schlacht drangvollem Spiel, O da viel schöner, traun, fern von der Waffen Graun Heimat, dein Glück zu baun winkt uns das Ziel!

Schweizerpsalm

Trittst im Morgenrot daher, Seh'ich dich im Strahlenmeer, Dich, du Hocherhabener, Herrlicher! Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet!Eure fromme Seele ahntEure fromme Seele ahntGott im hehren Vaterland, Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

Trautes Schätzchen

1. Trautes Schätzchen, trag nicht Leid, blicke nicht so trübe, dass du nicht die einzge Maid, die ich innig liebe. Schau, Studenten machens so, lieben mehr als eine, /:bin ich nicht mehr Studio, lieb ich dich alleine.:/

2. Gräm dich nicht den ganzen Tag, dass wir gerne trinken, dass ich dich nicht küssen mag, wenn die Gläser blinken. Schau, Studenten machens so, sitzen gern beim Weine, /:bin ich nicht mehr Studio, lieb ich dich alleine.:/

8. Mädchen halt die Röcke fest, wenn die Winde wehen, wenn sich da was blicken lässt, ists um dich geschehen. Schau, Studenten sind halt so, sehen sowas gerne: /:Seis auch nur ein Stück vom Po aus derweiten Ferne.:/

Z Basel

1. Z Basel am mym Rhy, jo dort mecht y syy! Wäit nit d Luft so mild und lau, und der Himmel isch so blau z Basel, z Basel, z Basel am mym Rhy, z Basel, z Basel, z Basel am mym Rhy.

2. In der Minsterschuel, uf mym herte Stuehl, mag y zwoor jez nütt mee haa, d Tepli Steen mer nimmen a in der Basler, in der Basler Schuel, in der Basler, in der Basler Schuel.

7. S Seilers Reedli springt; loos, der Voogel singt. Summervegeli iung und froh zien de blaue Blueme noo. Alles, alles, alles singt und springt, alles, alles, alles singt und springt!

Zwerg Perkeo

1. Das war der Zwerg Perkeö im Heidelberger Schloss, an Wuchse klein und winzig, an Durste riesengross. Man schalt ihn einen Narren, er dachte: «Liebe Leut, /:wärt ihr wie ich doch alle feucht-fröhlich und gescheut!:/

2. Und als das Fass, das grosse, mit Wein bestellet war, da ward sein künftger Standpunkt dem Zwerge völlig klar. «Fahr wohl», sprach er, «o Welt, du Katzenjammenal, /:was sie auf dir hantieren, ist wurst mir und egal.:/

7. Perkeö ward begraben Um seine Kellergruft beim leeren Riesenfas-se weht heut noch feuchte Luft, und wer als frommer Pilger frühmorgens ihr genaht: /:weh ihm! Als Weinvertilger durchtobt er nachts die Stadt! :/

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